Im Jahre 2018 erwartet die Bürger Tschechiens und der Slowakei ein Jubiläum, das zu einer großen Feier einlädt – genau 100 Jahre sind seit der Gründung des selbstständigen vereinten Staates – der Tschechoslowakei – vergangen. Im Laufe dieses gemeinsamen Jahrhunderts erlebten Tschechen und Slowaken viele große Geschichten, an die man immer wieder erinnern sollte. 

Společné století

Alles begann im Jahre 1918, als die von beiden Nationen geteilte Sehnsucht nach einem souveränen Staat Wirklichkeit wurde. Zum Präsidenten wurde damals der Philosoph, Pädagoge und verehrte Staatsmann Tomáš Garrigue Masaryk gewählt, dem höchste Anerkennung für die Schaffung des gemeinsamen Staates gebührt – als Präsident und Befreier. Einen weiteren bedeutenden Meilenstein, auf den die Tschechen und Slowaken zurecht stolz sein können, bildet das Jahr 1968 und der sogenannte Prager Frühling, in dem die Bürger Hand in Hand den Versuch unternommen, sich aus der Diktatur zu befreien.

Společné století

Dieser missglückte jedoch mit der gewaltsamen Besetzung der Tschechoslowakei durch Truppen des Warschauer Paktes. Und nicht zuletzt das Jahr 1993 mit der kultivierten und friedlichen Teilung der Tschechoslowakei in zwei neue, ganzheitlich souveräne Staaten innerhalb eines im Integrationsprozess befindlichen Europas. Eine friedliche Trennung, die von der gesamten zivilisierten Welt geschätzt wurde.

Společné století

Die Geschichte nimmt ihren Lauf, aber Tschechen und Slowaken sind sich einander stets nahe. Sie können im besten Sinne stolz darauf sein, was sie Seite an Seite durchlebt haben und heute getrost der bewegten, freudigen, aber auch der tragischen Ereignisse gedenken. Anregung für das 21. Jahrhundert wiederum bieten Persönlichkeiten, die die Tschechoslowakei mit ihrem Denken nach vorne brachten.

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